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Internationale Kinderkunst Ausstellung Lidice

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Die Fachjury

Die Fachjury ist aus den Lehrern der bildenden Fächer an den Kunstgrundschulen, den Grundschulen und aus professionellen bildenden Künstlern zusammengesetzt aus Tschechische Republik und aus Ausland. Die Anzahl der Jurymitglieder ist nicht fix festgelegt, in der Regel hat die Jury 13 - 23 Mitglieder. Manche von ihnen befassen sich mit der Arbeit mit Kindern seit vielen Jahren und sind zugleich Jurymitglieder bei anderen Wettbewerben im Bereich der bildenden Kunst, was zu ihrer sehr guten Übersicht über das Niveau der Bildung auf diesem Gebiet an unseren sowie ausländischen Schulen beiträgt.

Die Sitzung derJury des 42. Internationalen Kinderkunstwettbewerbs Lidice 2014 hat in zwei Runden stattgefunden: vom 27. – 29. März 2014 (Vorauswahl der Werke) und vom 3. bis zum 5. April 2014 (abschließende Bewertung Werke) in der Lidicer Galerie in Lidice.

Die Mitglieder der Jury des Internationalen Kunstwettbewerbs 2014

  • Josef Zedník – výtvarník, Olešná - předseda poroty

    Josef Zedník
    Künstler, Olešná, Tschechische Republik
    1. und 2. Rund

 
  • Jana Anděličová – pedagog ZUŠ M. Podvalové Praha 9 – Čakovice a ZUŠ Praha 3 Štítného

    Jana Anděličová
    M. Podvalová, Lehrerin an der Kunst-Grundschule Čakovice in Prag 9 und Štítného in Prague 3, Tschechische Republik
    1. Rund

  • Emi de Graeve – výtvarnice, Meerbeke, Belgie

    Emi de Graeve
    Künstlerin, Mandeerfeld, Belgium
    2. Rund

  • Čeněk Hlavatý – ředitel ZUŠ Mšeno

    Čeněk Hlavatý
    Schulleiter der Kunst-Grundschule in Mšeno, Tschechische Republik 1. und
    2. Rund

 
  • Martin Homola – fotograf Buštěhrad

    Martin Homola
    Fotograf, Buštěhrad, Tschechische Republik
    1. und 2. Rund

  • Zuzana Hrubošová – ředitelka ZUŠ M. Stibora Olomouc

    Zuzana Hrubošová
    Schulleiterin der Kunst-Grundschule M. Stibor Olomouc, Tschechische Republik
    2. Rund

  • Ivana Junková – ředitelka ZUŠ Řevnice

    Ivana Junková
    Schulleiterin der Kunst-Grundschule in Řevnice, Tschechische Republik
    1. Rund

  • Hana Jurková – ředitelka Soukromé ZUŠ Jeseník

    Hana Jurková
    Schulleiterin der Kust-Grundschule Jeseník, Tschechische Republik
    1. und 2. Rund

  • Iris Lau

    Iris Lau
    der Gründer der Promotion of Young Artists Stiftung, Hong Kong, China
    2. Rund

  • Henry Lau

    Henry Lau
    der Gründer der Promotion of Young Artists Stiftung, Hong Kong, China
    2. Rund

  • Raisa Laurila-Hakulinen

    Raisa Laurila-Hakulinen
    Geschäftsführerin der Kunstzentrum für Kinder und Jugendliche Menschen, Hyvinkää, Finnland
    2. Rund

  • Helena Lisá – pedagog ZUŠ M. Stibora Olomouc

    Helena Lisá
    Lehrerin an der Kunst-Grundschule M. Stibor Olomouc, Tschechische Republik
    1. Rund

  • Irjo Malovaný

    Irjo Malovaný
    Lehrer an der Kust-Grundschule J. Kowalskeho, Bratislava, Slovakische Republik
    2. Rund

 
  • Renata Mečkovskiené – koordinátor uměleckého oddělení a pedagog Umělecké školy Trakai, vedoucí oddělení restaurování Historického muzea Trakai, Litva

    Renata Mečkovskiené
    Leiterin der Kunstabteilung und Lehrerin an der Kunstschule in Trakai, Leiterin der Abteilung für Konservierund im Historischen Museum in head of of Trakai, Litauen
    2. Rund

  • Hana Palacká – Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Prostějov

    Hana Palacká
    Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Prostějov, Tschechische Republik
    1. Rund

  • Pavel Rajdl – pedagog ZUŠ Kolín

    Pavel Rajdl
    Lehrer an der Kunst-Grundschule F. Kmoch in Kolín, Tschechische Republik
    1. und 2. Rund

 
  • Ilze Rimicane – umělecká vedoucí Dětské a mládežnické centrum Daugmale, Riga, Lotyšsko

    Ilze Rimicane
    Leiterin der Kunstabteilung des Daugmale Zentrums, Lettland
    2. Rund

  • Ivana Schwarzová – Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Strakonice

    Ivana Schwarzová
    Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Strakonice, Tschechische Republik
    1. Rund

  • Jaroslava Spěváčková – pedagog ZUŠ Plzeň, Jagellonská

    Jaroslava Spěváčková
    Lehrerin an der Kunst-Grundschule Jagellonská in Plzeň, Tschechische Republik
    2. Rund

 
  • Romana Štajerová – Lehrerin an der Kust-Grundschule Jagellonská in Plzeň

    Romana Štajerová
    Lehrerin an der Kust-Grundschule Jagellonská in Plzeň, Tschechische Republik
    1. Rund

  • Zuzana Vlčková – pedagog výtvarného oboru Gymnázium Kladno

    Zuzana Vlčková
    Lehrerin am Gymnasium in Kladno, Tschechische Republik
    1. und 2. Rund

  • Alena Zupková – Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Háj ve Slezku

    Alena Zupková
    Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Háj ve Slezku, Tschechische Republik
    1. und 2. Rund

 

Bericht über die Versammlung der Experten Jury am
27. – 29. März und 3. – 5. April 2014 zur Bewertung der 42. IKKA Lidice 2014

Jurymitglieder der 42. IBKA Lidice 2014

Vorsitzender der Jury:

  • Josef Zedník – bildender Künstler, Olešná (1. und 2. Runde)

Mitglieder der Jury:

  • Jana Anděličová – Lehrerin an der Kunst-Grundschule Čakovice in Prag 9 und Štítného in Prag 3 (1. Runde)
  • Čeněk Hlavatý – Schulleiter der Kunst-Grundschule in Mšeno (1. und 2. Runde)
  • Martin Homola – Fotograf, Buštěhrad (1. und 2. Runde)
  • Zuzana Hrubošová – Schulleiterin der M. Stibor Kunst-Grundschule Olomouc (2. Runde)
  • Ivana Junková – Schulleiterin der Kunst-Grundschule in Řevnice (1. Runde)
  • Hana Jurková – Schulleiterin der Kust-Grundschule in Jeseník (1. und 2. Runde)
  • Hana Palacká – Lehrerin an der Kunst-Grundschule Kravaře Prostějov (1. Runde)
  • Helena Lisá – Lehrerin an der M. Stibor Kunst-Grundschule Olomouc (1. Runde)
  • Ivana Schwarzová – Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Strakonice (1. Runde)
  • Jaroslava Spěváčková – Lehrerin an der Kunst-Grundschule Jagellonská in Plzeň (2. Runde)
  • Romana Štajerová – Lehrerin an der Kust-Grundschule Jagellonská in Plzeň (1. Runde)
  • Pavel Rajdl – Lehrer an der Kunst-Grundschule in Kolín (1. und 2. Runde)
  • Zuzana Vlčková – Kunstlehrerin am Gymnasium in Kladno (1. und 2. Runde)
  • Alena Zupková – Lehrerin an der Kunst-Grundschule in Háj ve Slezku (1. und 2. Runde)

Ausländische Jurymitglieder:

  • Emi de Graeve – bildende Künstlerin, Manderfeld, Belgien (2. Runde)
  • Henry and Iris Lau – Gründer der Gifted Artists Stiftung, Hong Kong, China (2. Runde)
  • Raisa Laurila-Hakulinen – Direktorin des Kunstzentrums für Kinder und Jugendliche, Hyvinkää, Finnland (2.Runde)
  • Irjo Malovaný – Lehrer an der J. Kowalský Kunst-Grundschule in Bratislava (2. Runde)
  • Renata Mečkovskiené – Leiterin der Kunstabteilung and Lehrerin an der Kunstschule in Trakai, Leiterin der Abteilung für Konservierung im Historischen Museum Trakai, Litauen (2. Runde)
  • Ilze Rimicane – Kunstdirektorin des Kinder- und Jugendzentrums Daugmale, Riga, Lettland (2. Runde)

Die Jury traf sich in diesem Jahr in zwei gleichen Durchgängen, die insgesamt 6 Tage dauerten. Dieses Jahr zeigte wieder, dass das aus zwei Runden bestehende Bewertungssystem der Jury ermöglicht, sich in einer friedlichen Atmosphäre und ohne Zeitdruck auf individuelle Werke und Sammlungen zu einigen. Die Jurymitglieder haben mehr Möglichkeiten in Gruppen zu diskutieren und jedes Mitglied in die Entscheidung einzubeziehen, es bleibt genug Zeit die Bewertungen der Einsendungen pro Herkunftsland durchzuführen.

Dem Vorschlag der tschechischen Kommission der UNESCO folgend, wurde diese Edition dem Thema „Familien-Landwirtschaft oder unser Garten und unser Feld“ gewidmet, welches sich als so interessant für Kinder und Lehrer der ganzen Welt herausstellte, dass wir mit 27.868 Einsendungen aus 77 Ländern eine Rekordzahl von Teilnehmern verzeichnen. Die Einsendungen behandelten Unterthemen in vielen interessanten Variationen: Kinder nahmen ihre Inspiration von der Viehzucht, dem Anbau von Feldfrüchten sowie von Zierpflanzen und Heilkräutern, ihrer Behandlung und Erhaltung. Es gab Bilder von verschiedenen Schädlingen und auch Landwirtschaftsmaschinen und Werkzeuge wurden in vielfältigen Weisen dargestellt. Das beliebteste Thema beinhaltete Bauer und Bäuerinnen, Landwirte und Landwirtinnen, Bauernhöfe, Heimstätten und auch Traktoren, Felder, Wiesen und Obstgärten. Die Jury schaute in Pferde- und Kuhställe, bekam einen Eindruck von dem Leben auf dem Hof und dem Weideland und sah unzählbare Herden von heimischen Tieren, von den größten bis zu den kleinsten. Aus allen Werken ging deutlich hervor, dass die Kinder Natur und Tiere kennen und lieben, die Natur als wichtig erachten und auch in der heutigen modernen Zeit gerne zu ihr zurückkehren.

Die Jury hatte die Möglichkeit aus Sammlungen vieler Schulen aus verschiedenen Ländern zu wählen. Die Qualität dieser Kollektionen zeigt, dass es ein großes Potenzial in dem Thema gab, das nur auf eine Lehrkraft wartete, dieses im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern zu entfalten. Das Thema wurde in einer Vielzahl von Medien und Materialen umgesetzt – unter den bewerteten ebenflächigen Arbeiten waren Bilder und Zeichnungen, die Jury sah auch einzigartige Drucke von verschiedenen Drucktechniken (Linolschnitt, Kaltnadel-Radierung, Radierkunst, Blind Pressing). Weniger häufig waren Einsendungen von Computer Grafiken. Anders als in den letzten Jahren wurden mehr interessante Fotografien eingesendet, von denen manche herausragende künstlerische und technische Merkmale hatten. Die Jury würdigte den großen Einfallsreichtum der plastischen Werke, bei denen verschiedenste Materialien verwendet wurden – Papier, Ton, Draht, Glas und Textilien, die auf kreative Art und Weise kombiniert wurden.

Ungeachtet der vielfältigen Herangehensweisen, musste die Jury feststellen, dass vielen Einsendungen Merkmale fehlten, welche die kulturellen Unterschiede der einzelnen Ländern hervorheben, obwohl es zu einer Tradition geworden ist, dass Ländern von allen Kontinenten bei dem Wettbewerb vertreten waren. Dies muss zum einen ein Resultat der Globalisierung sein, die alle Ebenen des Lebens durchdringt, aber zu einem gewissen Teil auch an dem etwas oberflächlichen Ansatz liegen, mit dem manche Lehrer das Thema angingen. Das Thema, welches als einfach zu behandeln erschien, brachte einige Einsendungen, die nicht in der Lage waren, bei dem Wettbewerb mitzuhalten. Viele Bilder zeigten, dass die Kinder nicht dazu fähig waren, die künstlerischen Möglichkeiten der gewählten Materialen gänzlich auszuschöpfen. Zudem wurden das Thema und die angebotenen Unterthemen auf oberflächliche Weise umgesetzt; vergeblich suchten die Jurymitglieder nach einer größeren Entzückung für landwirtschaftliche Maschinen, nicht einmal für die älteren, historischen. Es gab keine ländliche Fest oder Traditionen wie zum Beispiel ein Erntemahl oder Weintrauben- und Hopfenernte. Es wurden keine tiefergehenden Gedanken über das Thema festgestellt, die z.B. dazu führen könnten, die enge Beziehung mit der Natur in hintergründig unsichtbaren Prozessen wie dem Aufkeimen, Sprießen und der Knospenbildung künstlerisch darzustellen. Die vorhandenen Unterschiede zwischen den Schulen zeigten, wie wichtig die Arbeit der Kunstlehrkräfte wirklich ist. Die Lehrkraft, welche fähig ist, die talentierten und vor allem interessierten Kinder in ihrem Schaffungsprozess zu unterstützen, indem sie ihnen hilft ein passendes Thema zu finden, ihnen empfiehlt hinter das Offensichtliche zu schauen und ihnen eine große Vielfalt an Materialien anbietet, solch eine Lehrkraft ist eine Bereicherung in der Entwicklung der künstlerischen Arbeit des Kindes.

Allgemein sollte jedoch gesagt werden, dass die Jury aus der Vielzahl der Einsendungen sehr wertvolle Arbeiten für die Auszeichnungen auswählen konnte, die das Thema auf eine erfrischende Art und Weise, ohne alte Klischees oder Stereotype umsetzten. Die Jury konnte ausgezeichnete Kollektionen würdigen, die ein hohes Niveau erreichten auch in der Anwendung des individuellen Mediums. In dieser Hinsicht ist es notwendig die Qualität der Kunstwerke aus Kunst-Grundschulen und ähnlichen Freizeiteinrichtungen hervorzuheben, sowohl der tschechischen als auch der internationalen. Andererseits blieben die Einsendungen von normalen Kindergarten, Grund- und weiterführenden Schulen etwas im Rückstand. Sie hatten einen beschreibenden und statischen Charakter und eine Tendenz zu einer gewissen Oberflächlichkeit. Sogar hier spielen die Fähigkeiten des Lehrers eine Rolle, jedoch ebenso das Material, die technische Ausrüstung und das Zeitlimit. Nichtsdestotrotz bestätige die von Jahr zu Jahr zunehmende Anzahl von teilnehmenden Schulen und Ländern, dass die Kinder sich nicht von künstlerischen Aktivitäten abwenden, wie die Jury weiter ausführte. Besonders die Länder mit einer langen Tradition der Kunstschulen und des Kunstunterrichts in Grund- und weiterführenden Schulen behielten ihre hohen Standards bei. Das Interesse an der IKKA Lidice teilzunehmen zeigt, dass diese Traditionen im Bildungssystem nicht nur beibehalten sondern unter neuen kritischen Ansätzen im Bezug auf Veränderungen im sozialen Leben, besonders der fortschreitenden Integration neuer Technologien in das Leben der Kinder, entwickelt werden müssen.

Auch in diesem Jahr wurden einige unstrittig hervorragende Kunstwerke nicht ausgezeichnet, weil sie nicht den Bedingungen des Wettbewerbs entsprachen. Nichtsdestotrotz gab es weniger solcher Einsendungen als in den letzten Jahren. Die am häufigsten auftretenden Probleme umfassten: unvollständige Informationen über den Urheber der Arbeit, Einsendung einer Kopie anstatt des Originals, Überschreitung der maximalen Maße, unnötige oder unpassende Aufbereitungen (Arbeiten auf Leinwand, eingerahmte oder auf farbigem Papier befestigte Bilder), Abschweifung vom Thema.

Zusammenfassung der gesamten Einsendungen

  • Anzahl der gesamten Einsendungen: 27.868
  • Anzahl der teilnehmenden Länder: 77
  • Anzahl der teilnehmenden Organisationen: 1.907
  • Anzahl der ausgezeichneten Organisationen: 433

Von den insgesamt 27.868 Einsendungen aus 77 Ländern, wurden 1.517 von der Jury mit einem Preis ausgezeichnet und 200 erhielten Medaillen.

 

Juroren Porträts und Fotos der Jury © Martin Homola

Fotos der 1. und 2. Rund der Jury

 

Zusammenfassung der internationalen Einsendungen

Anzahl der internationalen Einsendungen: 18.494 (16.873 Bilder, 500 Fotografien, 163 Keramiken, 675 kombinierte Techniken)
Anzahl der teilnehmenden Länder: 75 (außer Tschechien und der Slowakei)
Anzahl der teilnehmenden Organisationen: 1.441, Anzahl der ausgezeichneten Organisationen: 249

In diesem Jahr wurden Arbeiten von Kindern aus 77 verschiedenen Ländern registriert, von denen viele das erste Mal bei dem Wettbewerb vertreten waren (Kambodscha, Kosovo, Laos, Malta, Myanmar, Nigeria, Oman, Osttimor). In anderen Ländern nahmen mehr Schulen und Kinder teil als in den letzten Jahren (z.B. Montenegro, Iran, Türkei). Von 18.494 internationalen Einsendungen wurden 622 mit Preisen ausgezeichnet, darunter 79 Medaillen (51 Medaillen für Einzelpersonen und 26 Medaillen für Sammlungen der Schulen). Am erfolgreichsten waren Kinder aus China und Hong Kong, Lettland, Litauen, Malaysia, Russland und der Ukraine.

Bei den internationalen Einsendungen überwogen Bilder mit Tempera- und Acrylfarbe und verschiedene Arten von Pastellmalereien, ergänzt durch Arbeiten von weniger häufigen und schwierigeren Techniken (Aquatinta, Radierungen und präzisen Kaltnadel-Radierungen) sowie Aquarellgemälde und detaillierte Bleistiftzeichnungen, die mit Freuden angenommen und wertgeschätzt wurden. Bedauerlicherweise wiesen große Sammlungen ein ungleiches Niveau an Qualität auf, obwohl auch in diesem Jahr hervorragende Werke unter ihnen waren. Einige der Einsendungen waren unnötig groß, mit zu viel Farbe ohne Verwendungszweck oder unpassenden farblichen Hintergründen und manche der kombinierten Techniken gelangen nicht wirklich gut.

Bezogen auf die Herangehensweise an das Thema, sollten auf der anderen Seite die Werke hervorgehoben werden, welche das Bestreben der Kinder zeigen, länderspezifische Besonderheiten in den landwirtschaftlichen Tätigkeiten auf eine interessante Weise darzustellen, wie es bei Arbeiten aus Singapur, Sri Lanka und Armenien der Fall war. Auch in diesem Jahr stach eine Sammlung zweidimensionaler Werke des aus Hong Kong stammenden Kunststudios Simply Art durch seine außerordentliche Qualität hervor. Sie überraschte mit einer Vielfältigkeit an Themen, herausragender Maltechnik, einschließlich traditioneller Pinselzeichnungen und einer erfrischenden Verwendung von Farben. Wie in den vorherigen Jahren erzielte Kroatien herausragende Resultate im Bereich der Fotografie, aber auch Fotokollektionen aus Russland, der Ukraine und einigen anderen Ländern, die zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilnahmen, zeigten signifikante Fortschritte bezüglich der Tiefe der Nachricht sowie der Technik und der Arbeit mit Licht. Traditioneller Weise präsentierte Lettland erstklassige plastische Arbeiten.

Auch in diesem Jahr kamen spärliche und künstlerisch schwache Sammlungen vor allem aus Ländern in West- und Nordeuropa (Frankreich, Deutschland, Italien, Malta, Niederlande, Norwegen, Schweden), was wahrscheinlich dem unterschiedlichen Ansatz der Kunstausbildung geschuldet ist, verglichen zu der in Mittel- und Osteuropa. Kleine und eher schwache Sammlungen stammten außerdem aus einigen afrikanischen Ländern und manchen Länder in Asien, die zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilnahmen. Ein wichtiger Faktor wird wohl das Fehlen von Kunstmaterial und die allgemein schwierigeren Bedingungen für künstlerische Aktivitäten sein.

Zum Schluss sollte erwähnt werden, dass den Mitarbeitern der Botschaften in den jeweiligen Ländern, einschließlich des Botschafters, große Anerkennung dafür gebührt, Kindern aus weit entfernten und armen Ländern, z.B. aus China, Indonesien, Kambodscha, Laos, Myanmar, Tunesien und Osttimor, die Teilnahme an dem Wettbewerb möglich zu machen. Repräsentanten der tschechischen Botschaften besuchen Kinder in ihren armen Lebensverhältnissen, unterstützen sie mit Kunstmaterial und organisieren den Transport der Werke nach Tschechien. Obwohl viele dieser kleinformatigen Arbeiten keine Auszeichnung erhielten, schätzen die Jury und die Organisatoren diese Hilfe und Kooperation sehr und sprechen ihren Dank aus.

Zusammenfassung der tschechischen Einsendungen:

Anzahl der Einsendungen: 5,193 (3,884 Bilder, 160 Fotografien, 500 Keramiken, 649 kombinierte Techniken)
Anzahl der Teilnehmenden: 344 (46 Kindergärten, 95 Kunst-Grundschulen, 29 besondere Schulen, 32 Freizeitgruppen und Kinder- und Jugendzentren, 12 weiterführende Schulen, 26 individuelle Einsendungen)
Anzahl der ausgezeichneten Organisationen: 344 (9 Kindergärten, 73 Kunst-Grundschulen, 10 besondere Schulen, 14 Kinder- und Jugendzentren, 1 weiterführende Schulen, 4 individuelle Einsendungen)
Verglichen mit dem letzten und den vorherigen Jahren, nahmen in diesem Jahr viele neue Schulen teil.
Tschechische Kinder reichten in diesem Jahr 5,193 Einsendungen ein und erhielten 688 Preise einschließlich 88 Medaillen (66 Medaillen für Einzelpersonen und 28 Medaillen für Sammlungen der Schulen).

Wie im letzen Jahr waren die zweidimensionalen Werke von Kunst-Grundschulen (Blatná, Háj ve Slezsku, Hradec nad Moravicí, Humpolec, Privatschule Jeseník, Kolín, Kroměříž, Most – Moskevská Straße, Mšeno, Nové Město pod Smrkem, Olomouc, Opava -Solná Straße, Písek, Plzeň - Jagellonská und T. Brzkové Straße, Praha 3 - Štítného Straße, Praha 5 – Štefánikova Straße, Prostějov and Strakonice) ein großer Erfolg, hauptsächlich dank der systematischen und professionellen Arbeit der Lehrkräfte. Umso mehr schätzte die Jury hingegen die erfahrene Arbeit der Lehrkräfte aus Grundschulen (Červené Pečky, Opava – Šrámkova Straße, Sedmikráska Rožnov pod Radhoštěm), besonderer Schulen (Practical Primary School Brno – Vídeňská Straße, Centrum Arpida České Budějovice, Centre of Social Services Horizont Protivín, Domov Raspenava) und Kinder- und Jugendzentren (DDM Český Krumlov, Kunstwerkstatt Paletka Plzeň).

Zur Freude der Jurymitglieder gab es erneut Fotografien aus tschechischen Schulen; die Arbeiten der Grundschule Řevnice überraschten erneut mit ihrem professionellen Aussehen. Bezüglich der plastischen Arbeiten zeigte sich die Jury erfreut über die Sammlung von 3D Einsendungen von der KGS Prostějov, ein Set heimischer Tiere aus Keramik von der GS Červené Pečky, eine Sammlung von Keramiken von der KGS Postoloprty und KGS Kolín, Einsendungen aus kombinierter Technik von der KGS Strakonice, gläserne Blumen von der KGS Mšeno and Glaß Reliefs von der KGS Litvínov.

Im Allgemeinen gebührt Lob den Lehrkräften und Kindern in den Kunstgrundschulen, von denen manche regelmäßig an dem Wettbewerb teilnehmen und jedes Jahr Auszeichnungen erhalten. Sie behielten ihre Standards bei und überraschten darüber hinaus gelegentlich mit ihrer einmaligen und erfrischenden Herangehensweise im Umgang mit dem Thema. Nichtsdestotrotz musste die Jury eine geringe Abnahme der Qualität der Werke im Vergleich zu den vorherigen Jahren feststellen, selbst unter den Kunstgrundschulen. Dies könnte auch an der Teilnahme einiger neuer Schulen liegen, die noch keine Erfahrung mit dem Lidicer Wettbewerb sammeln konnten. Die Qualität der Werke von Grund- und weiterführenden Schulen war insgesamt schlechter und zeigte signifikante Unterschiede zwischen einzelnen Schulen. Weiterführende Schulen reichten Werke ein, denen es an Ideenreichtum mangelte und in einigen Fällen sogar unvollendete Arbeiten. Deshalb empfiehlt die Jury, dass Lehrkräfte, die Werke ihrer Schulen zum ersten Mal bei dem Wettbewerb einreichen, sich zunächst mit den Einsendungen der vorherigen Jahre vertraut machen, um einen Orientierungswert für die Qualität zu erhalten.

Zusammenfassung der slowakischen Einsendungen

Anzahl der Einsendungen: 2,539 (2,308 Bilder, 21 Fotografien, 12 Keramiken, 198 kombinierte Techniken)
Anzahl der teilnehmenden Schulen: 123 (13 Kindergärten, 73 Kunstgrundschulen, 10 besondere Schulen, 2 weiterführende Schulen, 1 Einzelperson)
Anzahl der ausgezeichneten Schulen: 50 (4 Kindergärten, 6 Grundschulen, 36 Kunstgrundschulen, 4 besondere Schulen)

Von insgesamt 2,539 Einsendungen wurden 209 mit einem Preis ausgezeichnet einschließlich 23 Medaillen (15 Medaillen für Einzelpersonen und 8 Medaillen für Sammlungen der Schulen). Unter den slowakischen Schulen waren die am meisten erfolgreichen J. Cikker KGS Banská Bystrica, KGS Holíč, KGS Kežmarok, KGS Košice Kováčska, KGS Martin, KGS Skalica, KGS Spišská Belá, Private KGS and K. Pádivý KGS Trenčín.

Abgesehen von den sehr schönen Sammlungen von Drucken (farbige Linolschnitte und Kaltnadel-Radierungen) einiger Kunstgrundschulen (Spišská Belá, Banská Bystrica, Holíč, Skalica), zeigten einige Arbeiten von Kunstgrundschulen eine schlechtere Qualität sowohl in der Auswahl des Themas als auch in der Kunstfertigkeit. Das gleich gilt für einige slowakische Kindergärten, Grund- und weiterführende Schulen.

Auszeichnung der Jury

Unter den tschechischen Schulen wurde die Auszeichnung der Jury, verliehen an Schulen für ihre fortdauernde, zielgerichtete und hervorragende Arbeit, an die Vladimír Ambros Kunstgrundschule Prostějov vergeben, die sich selbst mit einer interessanten Sammlung von zweidimensionalen und plastischen Arbeiten präsentierte. Die Auszeichnung der Jury für internationale Schulen wurde dem Fotostudio MIG am Gemeindehaus für Kinder- und Jugendkreativität in Doneck, Ukraine verliehen für ihre unvergleichliche Kollektion von Fotografien. Es sollte erwähnt werden, dass beide Schulen seit vielen Jahren regelmäßig ihre exzellenten Werke einsenden und dafür Preise erhalten haben.

Fazit

Zum Abschluss möchten all den Kindern danken, die mit ihrem Einfallsreichtum und Können so viele Werke geschaffen haben. Es war nicht möglich alle Werke auszuzeichnen, wir glauben aber dennoch, dass die Freude am Malen wichtiger ist als der Preis selbst. Unser Dank gilt allen Lehrkräften, die mit den Kinder arbeiteten, ihr bildnerisches Können förderten, ihnen neue Materialen näher brachten und ihnen organisatorische Unterstützung zukommen ließen, sodass die Einsendungen sicher und pünktlich bei dem Lidice Memorial ankamen, um von der Jury bewertet zu werden.

Die internationale Jury möchte sich für die exzellenten Arbeitsbedingungen bedanken, die von den Mitarbeitern des Lidice Memorials sicher gestellt wurden. Nicht nur dank ihrer Sorgfalt, ihrer Selbstlosigkeit und der ausgezeichneten Kooperation, sondern auch wegen des neuen Computerprogramms, das die Registrierung der Einsendungen einfacher und schneller gestaltete, verlief die Arbeit der Jury reibungslos. Die Jurymitglieder konnten sich ausschließlich auf die Auswahl, die Bewertung und die Auszeichnung der Werke konzentrieren. Es gab genug Zeit um Erfahrungen und Meinungen auszutauschen, die jedes Jahr durch einheimische und internationale Newcomer bereichert werden.

Eine neues und bereicherndes Element der diesjährigen Versammlung der Jury war die Möglichkeit den Sitzungen beizuwohnen, sodass Gäste eine Eindruck von der Arbeit der Jury und dem Bewertungssystem bekamen. Dieses Angebot wurde von einigen Lehrkräften anderer Schulen, dem Direktor der Museums- und Galerie Abteilung des Kulturministeriums Mgr. Pavel Hlubuček und Repräsentanten der Sponsoren und Partner genutzt. Auch die Medien zeigten sich interessiert an der Arbeit der internationalen Jury. Sie zogen die Aufmerksamkeit auf den Wettbewerb und gaben der Öffentlichkeit einen Eindruck von der fordernden Arbeit der Jury in dieser rekordbrechenden Edition. Diskussionen mit Mitgliedern der Jury wurde von den Fernsehsendern ČT1 und Český Rozhlas ausgestrahlt.

Josef Zedník, Vorsitzender der Jury der 42. IBKA Lidice

Zuzana Vlčková, Mitglied der Jury der 42. IBKA Lidice

Ivona Kasalická, Leiterin der Lidice Galerie und Kuratorin der IBKA Lidice

Porträts und Fotos der Jury: © ABCphoto Martin Homola


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